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AWO Sprachheilkindergarten in Cuxhaven

Bei der Sanierung des AWO Sprachheilkindergartens in Cuxhaven/Döse war man schon über mehrere Jahre in Überlegungen wie eine solche Bausubstanz energetisch saniert werden könnte, insbesondere wegen der umfassenden Außenstuckprofile die natürlich erhalten werden sollten. Nähere Überprüfungen unsererseits ergaben dann jedoch, dass diese zu erhalten leider nicht möglich war, weil sie schon in großen Bereichen abgängig waren und der Außenputz der ca. 100 Jahre alten Fassade selbst ebenfalls von der Witterung sehr stark geschädigt war. So sah unser Sanierungsvorschlag dann auch eine „Kernsanierung“ vor, bei der sämtliche Putz und Stuckflächen zunächst entfernt werden sollten, bevor dann ein Ausgleichsputz den tragfähigen Untergrund für ein aufzubringendes Wärmedämmverbundsystem schaffte. Sämtliche Fassadenprofile wurden in Ihrer Geometrie natürlich im Vorhinein abgenommen, um als von uns in der Werkstatt gefertigte Sonderprofile im Nachhinein wieder aufgebracht zu werden. Als Oberputz erfolgte hier ein eingefärbter Edel-Kratzputz in einer Stärke von 1,5 cm, der mit entsprechender Glasbeimischung nach dem strukturierenden Kratzen bei entsprechender Sonneneinstrahlung ein sehr wertiges Bild ergibt. Da im Zuge der Sanierung die Dachfläche auch saniert und gedämmt wurde, sowie darüber hinaus auch neue Fenster montiert wurden, konnte die Leibungstiefe der äußeren Fensterleibungen in gleicher Tiefer wieder übernommen werden. Sämtliche Erkerflächen und natürlich auch die Sockelflächen wurden ebenso behandelt sodass das Gebäude eine vollumfassende Dämmschicht erhielt. Die Fassadenprofile oberhalb des Sockels wurden in gleicher Weise auf die Dämmschicht aufgearbeitet wie der Sockelputz in Bruchsteinoptik. Nach Abschluss der Arbeiten waren alle Beteiligten und natürlich auch die Nachbarn voll des Lobes ob des gelungenen Gesamtergebnisses. Natürlich wurde auch hinterfragt, ob eine solche, doch sehr aufwendige Sanierung im Verhältnis zum Nutzen steht. Spätestens nach einer Nutzungsdauer der drei Folgejahre konnte die AWO in einem Newsletter jedoch darüber berichten, dass eine 67%ige Energieeinsparung eine solche Maßnahme durchaus rechtfertigen kann. Von der Werthaltigkeit der Bausubstand und von der Schönheit des Gebäudes ganz zu schweigen. Wir bedanken uns bei der AWO, dass wir dieses doch sehr anspruchsvolle und gleichzeitig interessante Objekt umsetzen durften und freuen uns auf weitere so anspruchsvolle Aufgaben.

Lesen Sie dazu auch den nachfolgenden Newsletter der AWO:

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